Veröffentlicht in Alex, Creative

#09 Alex – V

Zu meinem Erstaunen war es die Stimme meines Vaters, die ich im nächsten Moment hörte: „Na Süße, was macht meine Lieblingstochter?“

„Du hast nur eine Tochter, da ist es nicht schwer, deine Lieblingstochter zu sein“, antwortete ich ihm sarkastisch, denn er wusste, dass ich es nicht mochte, von ihm Süße genannt zu werden. „Was ist los?“

„Es gibt Probleme bei der Hochzeit übermorgen in Rom. Wir müssen da heute noch hin, da sich diese nicht von hier lösen lassen“, erklärte Dad mir knapp und ging auf meine Begrüßung nicht ein. „Wir wollten Jess…“

„Dad, eine Nacht schaff ich auch. Ich bin fast 18“, unterbrach ich ihn schnell. Wenn er wüsste, wie viele Nächte Jessie bezahlt worden war, obwohl er sie außerhalb des Hauses verbracht hatte… Meine Eltern würden nie mehr wieder Aufträge außerhalb Milans annehmen.

„Aber du…“
Ich rollte mit den Augen. „Dad!“, unterbrach ich ihn erneut, dieses Mal genervt. „Fahrt nach Rom oder am besten fliegt dahin. Sandra wollte sowieso mit mir Französisch lernen. Ihre Eltern erlauben ihr bestimmt, dass sie bei mir übernachten darf. Zufrieden?“

„Okay. Aber du rufst Jessie an, wenn das nicht klappt. Meld‘ dich um 10 Uhr bei uns, ja?“

Ich tauschte das Handy in die andere Hand, damit ich auf meine Armbanduhr schauen konnte. Das war in 5 ½ Stunden.

„Geht klar“, nickte ich und legte auf. Dann wandte ich meinen Blick an Jurij. „Magst du heute bei mir übernachten?“

„Haben eine Eltern da nicht was dagegen?“

Meine Eltern waren zu Anfang nicht allzu begeistert gewesen, als ich ihnen von Jurij erzählt und ihn kurze Zeit später vorgestellt hatte. Jurij wohnte 150 Kilometer entfernt, war bereits 26 und damit acht Jahre älter als ich. Der Umstand, dass ich ihn durch meinen Bruder Aris kennen gelernt hatte, trug leider zu ihrem Misstrauen dazu. Inzwischen akzeptierten die beiden Jurij, doch wenn ich ihnen gesagt hätte, dass Jurij derjenige war, der heute bei mir übernachten würde, dann…

„Als ob sie etwas daran ändern könnten, wenn du kommst“, zuckte ich mit den Schultern. Dann wurde ich unsicher. „Aber nur, wenn du das willst.“

„Natürlich will ich“, sagte Jurij nach einem Moment Pause und küsste meine Hand. „Wie muss ich fahren?“

 


Das war es erst einmal von „Alex“:)

Folgt weiterhin meinem Blog, damit ihr die nächste Szene miterlebt 😉

Advertisements

3 Kommentare zu „#09 Alex – V

    1. Das war auch meine Intension. Ich mag lange Blogbeiträge nämlich nicht, dann fängt man schnell an viele Sachen zu überlesen. Bei manchen Geschichten habe ich aber auch wirklich nur Szenen bis jetzt 🙂
      Schön, das es dir gefällt 😀

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s