Veröffentlicht in DailyLife, Schule

#32 – „Da muss mal ein Ziegelstein in die erste Reihe.“

Am dieswöchigen DailyLife-Freitag möchte ich euch erzählen, was so in der Woche passiert ist und was es mit dem Satz auf sich hat.

Wie ihr alle wisst, hat Montag wieder die Schule angefangen.

Nicht, dass ich mich übermäßig darüber gefreut hätte, aber ich war froh, dass sie wieder angefangen hat. Ich bin einfach nicht jemand, der längere Zeit auf Sparflamme rumlaufen kann, was ich definitiv während meiner freien Zeit mache.

Es war nicht nur die erste Woche im neuen Jahr, sondern auch die letzte Woche vor Notenschluss. Die Lehrer waren alle im Stress, da natürlich noch einige Schüler in unterschiedlichen Klassen (in meiner waren auch 2) in verschiedenen Fächern nachschreiben mussten, damit die Lehrer genügend Noten haben. Daneben mussten sie sich mit Schülern herumschlagen, die nicht zufrieden mit den Noten sind, die sie von den Lehrern bekommen haben…

Natürlich hat sich das auch auf den Unterricht ausgewirkt. In Deutsch haben wir am Mittwoch zum Beispiel viel mehr über sachfremde Themen diskutiert, wie über das, was wir als Thema hatten. Das war auch das erste Mal gewesen, dass wir bei unserer Deutschlehrerin vor dem Klingeln gehen durften. Weil die einfach fertig war 🙂 Und wir waren fertig von der Mathestunde davor 🙂 😉

 

BWL ist jetzt so durch die Bank nicht so wirklich das beliebteste Fach in unserer Klasse (also mal ehrlich, wer mag BWL wirklich??). Wenn sowas dann also im Matheunterricht auftaucht und du eine super miesgelaunte Lehrerin an dem Tag hast, macht das noch dreimal keinen Spaß.

Wir sind bei Extremwertaufgaben und dieses Mal war eine Aufgabe dabei, bei welchem Wert wir die minimalen Erträge und Aufwendungen hatten. Was wieder zu der Diskussion geführt hat

Da wir mehr Techniker haben wie Wirtschaftler ist unsere Mathelehrerin darauf herumgeritten, was den jetzt Erträge und Aufwendungen sind. Da die Techniker ja nichts mit BWL zu tun haben (haben nur 2 Doppelstunden jede Woche…), sollten die Wirtschaftler alle Erleuchten und die beiden Worte definieren.

 

Ich hab‘ mich erst einmal gemütlich zurückgelehnt. Die Lehrerin kann mich eh nicht leiden und ich nicht sie, von daher muss ich mich nicht von ihr vorführen lassen. Die hatte echt so miese Laune, dass sie selbst bei richtiger Definition dir ein „Falsch“ dazwischengehauen hätte. Das brauchte ich echt nicht.

Ich glaube, die Definition von Erträgen und Aufwendungen ist so ziemlich das erste, was du in BWL bzw. in Rechnungswesen lernst. Da du mit den beiden Begrifflichkeiten ständig mit dir herumwirfst, solltest du auch wissen, was sie bedeuten. Und da sie nunmal Streber sind, wollen sie sich natürlich hervortun und haben aufgezeigt, bevor die Frage zu Ende gestellt wurde. Hat aber auch zu einer ziemlich peinlichen und für uns sehr interessanten Stunde geführt.

 

Den, Wunder oh Wunder, sie wussten es nicht!

Es war so köstlich, den beiden zuzusehen, wie sie sich dann darüber aufgeregt haben, über 1. Die Reaktion der Lehrerin und 2. Ihre eigene Unfähigkeit, eine korrekte Antwort zu geben.

Das ging den Jungs hinter mir wohl irgendwann auf die Nerven, sodass einer den Satz „Da muss mal ein Ziegelstein in die erste Reihe“ gesagt hat. Um diesen Satz ganz zu verstehen, muss man wissen, dass T. und K. direkt vor mir, in der ersten Reihe vor dem Pult sitzen.

 

In der Pause hab erst richtig verstanden, warum mein Mitschüler das überhaupt gesagt hat. Es hat mit einer Eigenart zu tun, die mir an T. verdammt auf die Nerven geht. Und ich hab‘ gedacht, nur mir geht das so. 🙂

Bei ihr ist es egal, ob der Lehrer eine Frage stellt oder ob er nur irgendetwas sagt und T. dann (wenn sie aufgezeigt hat) drannimmt. Immer beginnt ihre Antwort/Aussage mit „Ja…“ sehr beliebt in der Kombination mit dem Wort „Genau“ (also „Ja, genau…“)

Das geht dir unheimlich auf die Nerven, wenn so ein Schüler auch noch mehrmals am Tag drangenommen wird.

 

Außerhalb dessen ist in der Woche eigentlich nicht so viel passiert. Der normale Alltag eines Schülers eben 🙂

In der Nacht zu Freitag ist dann auch der Winter bei uns angekommen. Totales Chaos, dabei war es nur ein bisschen Schnee!! Ok, jetzt sind es so 35 Zentimeter, aber die lagen Freitagmorgen noch nicht.

Ich gebe zu, für jemanden, dass es nicht jedermanns Sache ist, im Schnee zu fahren. Es hat Freitagmorgen auch geschneit, als ich mich auf den Weg gemacht habe. Es lag wohl daran, dass wir am Freitagmorgen eigentlich noch eine Arbeit schreiben sollten, dass sich keiner auf den Weg getraut hat.

Letztendlich kam ich um 8.07 Uhr an – und war erst einmal die einzige! Ich glaube, wären die beiden Techniker nicht ein paar Minuten später gekommen, hätte ich wohl meine Sachen wieder einpacken können. So haben wir gemeinsam bis zur 4. Stunde ausgehalten, bevor wir uns Religion in der 5.+6. Stunde nicht antun wollten.

Hatte auch den Vorteil, dass die Straßen dann einigermaßen geräumt waren 🙂

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