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#34 – Der Tag an dem ich…

…mich immer älter fühle.

Jeder hat so einen Tag im Jahr.

Für manche ist es Silvester/Neujahr. Für andere der Geburtstag, Hochzeitstag, der Tag, an dem man seinen Partner kennen gelernt hat/ mit ihm zusammengekommen ist…

Heute erfahrt ihr, welcher Tag mich realisieren lässt, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist.

 

Schreibt mir in den Kommentaren, welcher Tag euch realisieren lässt, dass wir ein Jahr älter und reifer geworden sind 🙂

Für mich ist es nicht mein Geburtstag, sondern der Tag, an dem ich meinen Führerschein endlich in den Händen gehalten habe.

An dem Tag, der 26. Januar 2011, war ich einfach nur froh, diese komische Bescheinigung, dass du mit 17 in Begleitung fahren darfst, in den Händen zu halten.

Zwei Wochen vorher, am 12. Januar, hatte der Fahrprüfer mich kurz vor Ende der Prüfung durchfallen lassen, weil ich angeblich den Abstand nicht eingehalten habe. Damals war ich nicht nur total sauer auf den Fahrprüfer (den ich 2 Wochen später übrigens wieder hatte), weil er mich durchfallen ließ (ich war an dem Tag die 1. Frau, alle anderen haben an dem Tag bestanden), sondern auch, weil ich in der Woche zuvor mit dem Fahrlehrer an genau derselben Stelle noch dadrüber diskutiert hatte, wie ich die Kreuzung befahren und dort halten/nicht halten darf. & in der Fahrprüfung hab ich es genauso gemacht, wie er mich angewiesen hat & bin durchgefallen.

Das beste war ja noch, dass meine Prüfung vom 26. Januar genau 5 Minuten ging: Auto einsteigen/starten, einmal um den Häuserblock fahren, wo der TÜV ansässig ist, zurück auf den Hof, Auto ausschalten/aussteigen. Wenn es überhaupt 5 Minuten gedauert hat…

Mein kleiner Bruder ist im Moment auch den Führerschein am Machen. Wenn ich ihn morgens mit zur Schule nehme (sie liegt auf dem Weg zur meiner) bekomme ich so in letzter Zeit immer irgendwelche Bemerkungen, was ich jetzt getan oder nicht getan habe & was ich hätte tun oder nicht tun sollen. Das ist ganz schön nervig, aber irgendwie hat es mich auch zum Nachdenken gebracht.

Denn sein wir mal ehrlich:

Wer von uns macht noch jedes Mal den Schulterblick, an den Stellen, an den der Fahrlehrer es euch beigebracht hat?

Wer von uns fährt, wie es sich gehört, mit zwei Händen am Lenkrad?

Wer hält wirklich den Abstand zum Fahrzeug vor dir ein?

Wer blinkt wirklich überall dort, wo es sich gehört?

Wer hält sich wirklich an alle Geschwindigkeitsbegrenzungen?

 

Ich spreche mich selbst nicht von aller Schuld frei. Ich weiß, dass ich auf Strecken, die ich oft fahre, oft vergesse zu blinken oder an der Kreuzung zu schauen, ob auch wirklich alles frei ist, etc. … Aber ist es nicht genau das Verhalten, das zu Unfällen führt? Dieses Schludern?

Ich will jetzt hier keine großartige Diskussion anfangen. Aber der Tag, an dem ich meinen Führerschein erhalten habe, bringt mich immer zum Nachdenken. Darüber, wie fahrlässig man sich im Straßenverkehr doch manchmal verhält.

Daneben erinnert er mich auch immer daran, dass ich ein Jahr älter geworden bin. In den letzten Jahren ist die Zeit viel zu schnell an mir vorbei geflogen, ohne, dass ich wirklich sagen kann, dass ich etwas erreicht habe. Was vielleicht auch der Grund war, warum ich so unzufrieden war.

Wenn ich jetzt so Bilanz ziehe, was das letzte Jahr passiert ist, dann kann ich sagen, dass ich wirklich etwas „erreicht“ habe: ein kleines Stück glücklicher zu sein. Und das lag sehr viel an dem, was in den letzten 12 Monaten passiert ist:

Im Dezember 2015/Januar 2016 sind meine Aufnahmeanträge für die Berufsoberschule, die ich jetzt besuche, per Post rausgegangen.

Im April 2016 lag dann das Kündigungsschreiben nach einem Gespräch mit dem Chef endlich vor.

Im Mai habe ich einen wunderschönen 5-tägigen Urlaub in Irland verbracht, der gleichzeitig der 1. Urlaub war, bei dem ich vollkommen alleine war

Die Monate Juni/Juli brachten mir eine Menge Ideen ein, die zum größten Teil leider noch in meiner Ideensammlung schlummern.

Im August hatte ich nicht nur meinen letzten Arbeitstag nach einem mehr als nur stressigen Wochen, sondern auch meinen ersten Schultag.

Gleichzeitig dazu ging auch dieser Blog on air, dem ich leider in den letzten Tagen viel zu wenig Aufmerksamkeit schenken konnte 😦

Im Dezember habe ich eine Idee aus Juli (Kirsten), pünktlich zum Ende 2016 fertiggestellt (literally 2016 🙂 , am 31.12. um 23.59 Uhr habe ich den letzten Punkt gesetzt 🙂 )

Und dann, mein absolutes Highlight am 03. Januar 2017, als Kalahari endlich veröffentlicht war! *immernochtotalfreu*

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2 Kommentare zu „#34 – Der Tag an dem ich…

  1. Ich merke, dass ich „älter“ werde, desto weiter ich von der 18 entfernt bin. 😀 Tatsächlich werde ich dieses Jahr sogar schon 20 und mir schwirrt immer wieder im Kopf herum, wie wenig „Zeit“ ich noch habe, obwohl noch mindestens 50 Jahre locker drinnen sind. Gedanken dieser Art treiben mich vor allem nachts in den Wahnsinn.. Was die Fahrprüfung angeht, bei mir hat der Prüfer sogar durchgehen lassen, dass ich auf der Autobahn beinahe von rechts überholt hätte – aus Nervosität, weil ich absolut und nur auf das Fahren und die Schilder etc. konzentriert war. Und jetzt? Jetzt nehme ich andere, meistens wirklich unabsichtlich, die Vorfahrt, brettere noch bei dunkelgelborangrot über die Ampel und fahre grundsätzlich 10 km/h mehr als erlaubt. Alles absolute Todsünden, aber wenn ich sehe, wie mein Vater fährt, bin ich absolut ein Unschuldslamm, haha! 😀 Liebe Grüße! ♥

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    1. Ja, solche Gedanken habe ich selbst an einem „guten“ Tag, wenn ich nicht schlafen kann. Ich weiß nicht, wie viele verzweifelte Mails/Nachrichten meine beste Freundin deshalb schon erhalten hat 😉

      Ich rege mich total gerne über Leute im Straßenverkehr auf (obwohl ich manchmal kein Deut besser bin 😉 ) und fluche auch mal ordentlich. Bei manchen Situationen vergesse ich dann schon mal so etwas wie Blinken…. 😉

      Gefällt 1 Person

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