Veröffentlicht in Allgemein, DailyLife, Schottland

​Drymen – Rowardennan

Tag 2 der eigentlichen Wanderung führte uns von Drymen nach Rowardennan. Auf dem Plan stand unter anderem die Besteigung des Conic Hill mit 361m Höhe.


Nach doch einer relativ guten Nacht trotz des Ziehens in den Beinen kam, wie immer, erst einmal das Frühstück an die Reihe. Dieses Mal erwartete uns kein typisch schottisches Frühstück wie im ersten B&B, sondern ein internationales Essen, bestehend aus allerlei Frühstückscerialien, Toast, Butter und eine Variation an Frühstücksbrotaufstrichen. Daneben wurden Orangensaft, Kaffee und Tee gereicht.

Da wir eine weitere Nacht in diesem B&B verbringen würden (der Reiseveranstalter, bei dem wir gebucht haben, hat wohl schlechte Erfahrungen mit der Unterkunft in Rowardennan gemacht, sodass er einen Taxitransfer organisiert hat), konnten wir uns mit einem kurzen „See you later“ bzw. „See you in the evening“ verabschieden.

Während meine Bekannte nicht ganz so zufrieden war, zwei Tage in demselben B&B zu bleiben (vor allen Dingen, da sie die Unterkunft in Rowardennan schon kannte und so nicht verstand, wo da das Problem war), fand ich das eigentlich ziemlich praktisch. Immerhin konnten wir die Kleidung des Vortrags, die wir schon durchgeschwitzt hatten, einmal durch das Wasser ziehen und über Tag trocknen lassen.

Dann ging es los, das ganz normale auf- und ab des Wanderns. Ich hatte mich langsam daran gewöhnt, einige Minuten hoch und dann wieder runter die Strecke zu gehen, als wir auf einmal am Fuße des Conic Hill standen.

Jetzt kann ich sagen, zum Glück sind wir aus Richtung Drymen zum Conic Hill gekommen und nicht von Balmaha, dem Städtchen, das am Fuße des Conic Hill liegt. Hätte ich da schon die Treppenstufen gesehen, die wir hinten runter hatten nehmen müssen, ich glaube, da hätte ich schon aufgegeben 🙂

So wurde es ein langer, kräftezerrender Aufstieg, der mich teilweise echt Nahe an meine Grenze brachte. Die Aussicht, die sich aber dann bot, als wir ca. 80 Prozent bestiegen hatten, entschädigte jedoch doppelt dafür. Da wir beiden nicht gerade die besten Bergsteiger sind, entschieden wir uns, auf dem normalen Weg zu bleiben und nicht den längeren mit Aufstieg zum Gipfel zu nehmen. Eine Kraftersparnis, die sich später wirklich auszahlte.

Wir machten noch eine kleine Pause auf einem kleinen Plateau mit wunderschöner Aussicht, bevor wir uns an den Abstieg wagten. Dadurch, dass viele Tagestouristen aus Balmaha hoch kamen, war das auf den teilweise echt schmalen Stufen schon die eine oder andere Herausforderung.

Unten, in Balmaha, hätte ich zu gerne einfach die Füße hochgelegt und die fünfe gerade sein lassen. Besonders mein linker Fuß hatte sich beim Absteig immer öfters gemeldet und auch meine Knie zeigten erste Anzeichen von Ermüdung. Doch da warteten noch die knapp 9 Kilometer nach Rowardennan, die wir bestreiten mussten, da wir sonst nicht zurück ins Hotel kamen.

Wenn wir uns die Mühe gemacht hätten, hätten wir bestimmt einen Bus bekommen, der uns nach Rowardennan gebracht hätte, doch vorrangig wollten wir ja wandern. Und so anstrengend sollte die Strecke auch eigentlich nicht werden. Dachten wir 🙂 Doch der Berg hatte echt an unseren Kräften gezerrt, sodass (zumindest ich) im Inneren mehr fluchte wie gewöhnlich.

Da konnte das kleine Strandstück, an dem wir vorbeiwanderten, auch nicht mehr meine Laune heben…

Als das Schild des Rowardennan Hotels in Sicht kam und das Ende nahe war, hätte ich echt heulen können. In der Zwischenzeit war es mit meinem linken Fuß so schlimm geworden, dass ich das Gefühl hatte, nicht richtig auftreten zu können. In den 20 Minuten, die wir dann doch auf das Taxi warten mussten (zwischenzeitlich hatten wir die Befürchtung, es nie zu der Zeit zu schaffen), fasste ich daher den Entschluss, am nächsten Tag nicht mitzuwandern.

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