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#56 Thoughts and Troubles – Teil II (Kreative)

Hier dann der Teil II , der sich mit meinem „kreativen“ Leben als Indie/Hobby-Autorin und Bloggerin beschäftigt und woran ich gerade arbeite.

Sorry, wenn das hier ein bisschen wie ein Tagebucheintrag anmutet, aber der Blog ist im gewissen Sinne so etwas für mich 🙂

Warnung: auch der Teil ist ziemlich lang!!

Veröffentlichungen

 

Das Jahr hat hier eigentlich ziemlich gut angefangen. Im Januar habe ich mich endlich getraut, Kalahari zu veröffentlichen. Eine Story, an der ich echt lange gearbeitet und geknabbert habe.

Ich bin jetzt nicht so der Typ, der großartig Werbung für seine eigene Sache macht; auch keiner, der großartig auf Massenwerbung reagiert, wie es manche Indie-Autoren (wohl auch mit Erfolg) praktizieren. Mich schreckt so etwas einfach ab. Gepaart damit, dass ich unter einem Pseudonym veröffentliche und nur meine beste Freundin & ewige ZZ aus dem RL davon weiß, sind das echt die besten Voraussetzungen für Erfolg, ich weiß 😊

Aber auf Erfolg kommt es mir eigentlich nicht an. Natürlich ist das schön, wenn man mit seinem Hobby etwas verdienen kann, wer will das nicht? Mir geht es vorrangig um die Geschichten, die ich schreibe. Manche sind einfach so süß und originell (ja, ich weiß, dass jeder Autor das von seinen Geschichten sagt), dass sie einfach nicht in der Schublade bleiben dürfen.

 

Das war auch der Grund, warum im März Sacred an den Start ging. Die Story war eigentlich als Aufmunterung von mir geschrieben worden. Aber wir beide waren uns einig, dass sie einfach viel zu schön ist, um in unserer beider Hände zu bleiben.

Mit Sacred erlebte ich einen wunderschönen ersten Monat, in dem ich jeden Tag eigentlich aufs Neue erstaunt war, wie gut sie eigentlich ankommt. Doch je mehr Leute laut den Statistiken das Buch gelesen haben, desto mehr kamen die Zweifel. Denn bis zum heutigen Tage ist nicht eine Rezension eingegangen.

Das verunsichert ungemein, zumal die Verkaufszahlen hier auch schlagartig nach unten zeigen. Wenn ich es zulasse, könnte ich mich stundenlang mit der Frage „Warum?“ beschäftigen, die wiederum dazu führt, dass ich die Änderungen, die ich kurz vor der Veröffentlichung noch gemacht habe, anzweifle. Dabei gefällt mir diese Version viel besser als die erste Überarbeitung aus 2012.

 

Hinzukommt, dass ich nach der Veröffentlichung von Sacred diverse Buchblogger angeschrieben habe. Obwohl ich nicht, aufgrund der Erfahrungsberichte anderer, nicht mit großer Resonanz gerechnet habe, meldeten sich doch ca. 30 % zurück und fast alle mit Interesse an meinen Werken. Enttäuschend und sehr schade finde ich es, dass bis auf ein Buchblog jeder einen Rückzieher gemacht hat, fast jeder mit mehr als nur fadenscheinigen Ausreden.

Ich weiß, dass solche Buchblogger jeden Tag zig Mails bekommen mit Anfragen, ob sie das Buch lesen können. Aber warum kann man nicht ehrlich und direkt sagen, dass man nicht am Werk interessiert ist? Mit der Antwort kommt man besser klar, als über eine längere Zeit Hoffnung zu haben und dann bitter enttäuscht zu werden.

 

Vor einer Zeit wurde ich bei Lovelybooks ins Autorenprogramm aufgenommen, hab aber lange Zeit mit mir gehadert, ob ich wirklich da voll einsteigen soll. Die Leserunden finde ich etwas Praktisch und gut, aber skeptisch stehe ich ihnen schon gegenüber. Ich kenne die Plattform noch nicht allzu lange und meine aktuellen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich mich wohl doch nicht so auf meine Menschenkenntnis verlassen darf. Vielleicht habe ich auch einfach nur Angst, dass alles in die Hose geht.

Jetzt läuft jedenfalls erst einmal die Leserunde für Sacred an. Von deren „Erfolg“ mache ich das jetzt mal abhängig, ob ich für Kalahari in nächster Zeit ebenfalls eine starte.

 

Da ich auch noch zu der Generation gehöre, die gerne noch das druckfrische Werk in den Händen hält, habe ich mich nach der Veröffentlichung von Sacred ebenfalls dazu entschlossen, zumindest für Kalahari schon mal eine Taschenbuchausgabe zu veröffentlichen.

So schwer, so dachte ich, dürfte das doch gar nicht sein, immerhin schaffen das viele Indie-Autoren. Warum dann nicht auch ich?  Mit meinem technischen KnowHow habe ich die Ebook-Veröffentlichung nur mit kleineren Anpassungen relativ gut hinbekommen.

 

Dass das jetzt aber so gar nicht bei der Taschenbuchausgabe klappt, hätte ich gar nicht gedacht. Auch der Kundenservice ist da nicht wirklich eine Hilfe. Ich hab das Gefühl, dass mir keiner so eine richtige Antwort geben kann, wie es richtig geht und jeder Versuch, den ich unternehme, alles nur schlimmer macht.

Bis nach den Prüfungen habe ich das jetzt mal aufs Eis gelegt, da ich dafür echt Zeit und Ruhe brauche, die ich im Moment nicht habe. Das hindert mich in der Zwischenzeit aber nicht daran, dass ich mich blöd und unfähig fühle, auch nur die einfachsten Sachen hinzubekommen.

 

Auf der anderen Seite sehe ich dann, dass andere Indie-Autoren so mir nichts, dir nichts eine Story nach der anderen raushauen können und scheinbar echt Erfolg haben. Ich weiß jetzt nicht, wie viel Energie und Zeit sie hineinstecken, aber irgendwie demotiviert mich das im Moment nur zusätzlich. Zieht mich runter. Lässt mich mit den Gedanken spielen, dass eine Veröffentlichung eine schlechte Idee war. Ich weiß, es ist ein hart umkämpfter Markt und nicht so leicht, dort Fuß zu fassen. Aber investiere ich wirklich genügend Zeit dafür?

 

Bis zum Ende des Monats steht jetzt jedenfalls erst einmal die Veröffentlichung der Fortsetzung von Kalahari auf den Plan. Das war eigentlich zusammen mit Sacred geplant, ist aber aus mehr oder weniger bekannten Gründen nicht erfolgt. Vielleicht mache ich mir die Veröffentlichung ja zum eigenen Geburtstagsgeschenk, wer weiß 😉

 

Schreiben

 

Ein anderer Bereich, der neben meinen „Problemen“ aus dem RL meine Gedanken beherrscht, ist natürlich das Schreiben. Normalerweise empfinde ich das durchaus als positiv, weil es einfach mein Ding ist. Wie sagt meine beste Freundin: „Ich kenn dich nicht ohne Schreiben. Das gehört einfach zu dir.“

Doch im Moment führen die Gedanken eigentlich nur zu einer mega Blockade, um die ich einfach gedanklich nicht herumkomme. Durch die Prüfungen habe ich in dem Bezug jetzt auch ein wenig zurückgesteckt, immerhin wollte ich die Zeit zum Lernen nutzen. Hab ich nicht, wie ihr schon im letzten Beitrag gemerkt habt. Ich tu glaub ich im Moment einfach alles, damit ich nicht lernen muss. Gestern habe ich zum Beispiel die Serie „Shadowhunters“ angefangen…

 

Ich kenn das eigentlich nur von mir, dass ich an mehreren Projekten gleichzeitig arbeite. Prioritäten setzen muss, an welche Idee ich mich als erstes geben möchte, während ich die andere Idee mit guten Stichworten irgendwo hinten in meinem Gedächtnis und in einer Registerkarte von OneNote verbanne. An meinem Blog könnt ihr das gut sehen; dort gibt es zu fünf oder sechs Projekten eine Szenenauswahl, mit der ich mich zum Zeitpunkt des Teilens beschäftigt habe.

Normalweise ist es nicht wirklich schwer, mich an meine Prioritäten zu halten. Die anderen Ideen speise ich dann einfach mit Stichworten ab und krame sie hervor, wenn ich einfach mal Abwechslung von der aktuellen Idee brauche oder an der nicht weiterkomme. Dass mir das dieses Jahr echt so schwer fällt, habe ich echt nicht gedacht.

Eigentlich hatte ich den Plan ins neue Jahr mitgenommen, dass ich mich an meine „Band-Trilogie“ setzte, zu der ich endlich alle Connections ziehen konnte. Vorher waren es einfach nur 3 Geschichten, die lose zusammenhingen, jetzt haben sie einen roten Faden. Das Storyboard ist bei 2 von 3 bereits gut ausgearbeitet und durch meine bereits geschriebenen Szenen eigentlich gut gefühlt. Nur das abrunden der 3. Und letzten Geschichte in der Reihe bereitet mir ein bisschen Schwierigkeiten. Kein Wunder, dass da eine andere Idee mir wieder dazwischen gegrätscht ist.

 

Die Idee zur Fortsetzung von Kalahari hat sich an einem Sonntagnachmittag so bildhaft vorgedrängt, dass ich die meiste Schreibzeit in den kommenden 32 Tagen darauf verwendet habe, sie auszuarbeiten. Jetzt, nachdem mir nur noch die finale Überarbeitung nach Rückkehr von den Testlesern verbleibt, kann ich sagen, dass das die richtige Entscheidung war. Es musste einfach raus, diese ganzen Emotionen, die sich während des Schreibens von Kalahari in mir aufgestaut hatten & nie so richtig verarbeitet wurden.

 

Nachdem ich sie und die Veröffentlichung von Sacred hinter mir gelassen habe, stand auch schon mein Schottlandurlaub vor der Tür. Zum Schreiben brauche ich meinen Laptop, den ich definitiv nicht mitschleppen wollte. Und da waren auch noch die Schulsachen, auf die ich mich konzentrieren sollte. Während dem Wandern hat man, selbst in Begleitung, sehr viel Zeit, über sich selbst und das, was einen so ausmacht, nachzudenken. Diese beiden Beiträge sind vielleicht Nachwirkungen davon 😊

Da ich bei der Band-Trilogie eigentlich schon alles durchdacht habe und es da nur noch an das reine Schreiben geht, wandte ich mich also anderen Ideen zu. Nachdem sie einige Zeit durch alle Ideen mehr oder weniger hindurchgesprungen sind [ich habe gerade gezählt, es sind noch 24 Ideen, die unfertig auf mich warten sowie eine weitere Trilogie und „Kirsten“, die überarbeitet werden müssen (verdammt, sind das echt so viele???)], habe ich mich schließlich auf zwei „geeinigt“: „Cadence“ und „Kaeldraic“, wovon inzwischen ja die eine oder andere Szene schon im Blog zu lesen sind. 😊

 

Beide Ideen sind relativ neu, Kaeldraic ist aus irgendwann Sommer 2015, Cadence aus irgendwann Anfang 2016. Liegen damit aber beide in meiner Krisenzeit, in der ich eigentlich nur meine Ideen skizziert, aber sonst nichts gemacht habe. Die Szenen, die ich damals schon im Kopf hatte, waren einfach als rohe Fassung aufgeschrieben – hatte ich jetzt aber wegen der Umstände nicht wirklich erwartet. Während des Wanderns war aber durchaus genügend Zeit, sich mit den „Problemen“ in beiden Geschichten zu befassen.

An Kaeldraic habe ich mich nach der Rückkehr nach Deutschland sofort hingesetzt, weshalb ihr hier in nächster Zeit die eine oder andere Szene erwarten dürft 😊 Da bin ich schon unglaublich weitergekommen und weiß jetzt, woran es gehakt hat, dass das Ende nicht so wirklich zum Rest der Geschichte gepasst hat. Für die Idee nehme ich mir jetzt nicht so wirklich etwas vor, aber es wird wohl die erste Fantasy-Geschichte sein, die ich wirklich bis zum Ende durchziehe & mit dem Endergebnis auch zufrieden bin. Nicht wie mit meinem Dauerprojekt…. (das natürlich auch sehr viel Denkzeit beim Wandern bekommen hat 😊 )

Cadence hat nur eine Ergänzung der Stichwörter bekommen, da noch immer irgendetwas fehlt, worauf ich im Moment nicht so meine Finger legen kann. Da ich mich einige Tage eh mit Kaeldraic befassen musste und die Prüfung mir im Nacken sitzt, wird das wohl noch ein bisschen dauern, bis ich mich wieder an sie setze. Vergessen ist sie definitiv nicht. Auch hier möchte ich wenigstens die eine oder andere Szene zwischendurch wieder ausarbeiten und im Blog teilen.

 

Auf dem Heimflug nach Deutschland triggerte die Aussicht aus dem Fenster dann auch noch irgendwie meine Gedanken, die ich bezüglich meiner Idee „Caollaidhe“ habe. Die Idee hatte ich glaub ich nach Kaeldraic irgendwann im Winter 2015. Aus den wenigen Szenen im Blog noch nicht erkennbar, beschäftigt sie sich so ein bisschen mit meiner Liebe zum Tanz. Bisschen aufgelebt wurde die Idee Ende letzten Jahres, als das Anime „Yuri on Ice“ an den Start ging [hatte ich noch nicht erzählt, dass ich gerne Animes schaue? Dann seid ihr jetzt informiert ^^], ist dann aber wieder ein bisschen eingeschlafen, da ich ja diverse andere Projekte und Vorsätze hatte, was mein Schreibjahr 2017 angeht.

Ich kam aber doch nicht umhin, ein bisschen mit den Szenen, die ich bis jetzt schon geschrieben habe (und die weit über das hinausgehen, was im Blog zu lesen ist 😉) zu jonglieren. Wenn ich bei einer Szene glaube, dass etwas fehlt, versuche ich sie immer aus der Sicht einer der Person, die auch in dieser Szene ‚mitspielt‘ zu schreiben. Manchmal kommen da echt interessante Dinge heraus, wenn ich mich einfach an den Rahmen der Geschichte halte und meine Gedanken freien Lauf lasse…

Was hierbei rausgekommen ist, könnt ihr gerne im nächsten Beitrag lesen 😊

 

Einmal angefangen, könnte ich hier jetzt bestimmt noch ewig über die eine oder andere Idee philosophieren. Ich glaube aber, dass hier ist schon verdammt viel und der ganze Rest würde euch nur zu sehr verwirren 😊

 

Ich denke schon, dass ich die Schreibpause, die ich mir selbst verhängt habe, bis nach den Prüfungen einhalten werde. Im Zweifel setze ich mich schon an das Referat für Sozialkunde, das bis zum 19. Mai fällig ist. Hat ja auch was mit Schreiben zu tun, außerdem muss ich dafür noch einiges recherchieren. 😉

Nach den Prüfungen werde ich mich auf alle Fälle Caollaidhe oder Kaeldraic zuwenden, je nach dem, wer von beiden gerade die Oberhand hat. Kommt auf meine emotionale Lage an, den beide gehen in vollkommen verschiedene Richtungen 😊 (Wie sollte es auch anders sein…). Im Kopf habe ich auf alle Fälle schon ausgewählt, welche Szenen auf dem Blog landen werden, deshalb seid einfach gespannt und bleibt dran.

Die Band-Trilogie wird dafür weiter auf meinem Laufwerk schlummern, dieses Jahr komme ich bestimmt nicht mehr dazu, mich mit ihr zu befassen. In Anbetracht dessen, dass die Idee und auch die meisten Szenen noch aus 2012 stammen… ich hab da jedenfalls alles zusammen, sodass dort nichts verloren geht. Und die emotionale Lage, die ich für die Trilogie brauche, kehrt eigentlich regelmäßig wieder, von daher besteht in diesem Sektor auch keine Gefahr 🙂

Davon mal abgesehen, dass mein Geburtstag näher rückt und das eigentlich immer die Zeit ist, wo das Dauerprojekt immer mal wieder aus der Versenkung auftaucht und nochmal beachtet werden will. Allerdings arbeite ich an der Tetralogie schon über 10, fast 11 Jahre. Um sie wieder in gerade Bahnen zu bekommen, brauch ich wahrscheinlich 2 Monate Zeit, in der ich mich weder mit anderen Ideen, noch mit Arbeit, Schule, RL an sich beschäftige. Da das so gut wie unmöglich ist, wird das wohl noch eine Weile dauern, bis ich da was ordentliches hinbekomme….

 

Verdammt, ich bin gerade echt überwältigt, wie viele Ideen ich noch an dem Start habe. 1 Trilogie, 1 Tetralogie, die überarbeitet werden müssen, „Kristen“, die dringend in die Überarbeitung gehen muss und dann noch sage und schreibe 24 Ideen (wenn ich an alle gedacht habe),  von denen ich eigentlich nicht mehr bei allen weiß, wie weit ich eigentlich bin. Langweilig kann es auf alle Fälle nicht werden hier 🙂

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