Veröffentlicht in Allgemein, DailyLife, Kaatzen

#80 – Kleines Update

Hier, wie versprochen, mal ein bisschen mehr darüber, was so in den letzten Wochen passiert ist.

Es ist ein bisschen lang und unsortiert, aber trotzdem viel Spaß beim Lesen 😊

Das Jahr in der Schule war ja so etwas wie eine Auszeit und nie irgendwie das Sprungbrett, um in einem neuen Beruf (z.B. durch ein vorheriges Studium) durchzustarten. Natürlich waren da auch die Gedanken, studieren zu gehen, doch nachdem ich mich ausreichend informiert habe, habe ich gemerkt, dass das nicht wirklich was für mich ist. Und mit einem dualen Studium konnte ich mich nicht anfreunden, zumal ich auch keins gefunden habe, was mich wirklich interessiert bzw. in einem Beruf endet, in dem ich Spaß habe. Davon mal abgesehen, dass ich ein Jahr zu spät dran war, um rechtzeitig ein duales Studium zu ergattern.

Da ich meinen Eltern nicht noch länger auf der Tasche liegen wollte (irgendwie hab ich ein schlechtes Gewissen dabei 😉), hab ich im März ernsthaft angefangen, nach einer neuen Arbeitsstelle zu suchen. Da ich mich ja auf mehrere Stellen beworben habe, hab ich natürlich gehofft, dass ich auch rechtzeitig für Juli eine Arbeitsstelle bekomme.

An Vorstellungsgespräche mangelte es nicht (zum Glück), aber da ich mich nicht gut verkaufen kann, war keins so wirklich von Erfolg gekrönt. Entsprechend demotiviert war ich Anfang August, denn ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ich doch die Schule weitermachen muss, um nicht Unnütz daheim herumzusitzen.

 

Ich kann Menschen echt nicht verstehen, die jeden Monat Leistungen vom Staat beziehen können und daheim nur herumsitzen, statt gegen ihren aktuellen Lebensumstand etwas zu unternehmen. Natürlich gibt es Menschen, die unverschuldet arbeitslos werden oder krankheitsbedingt nicht arbeiten können. Aber leider gibt es einige Menschen in Deutschland, die „Hartz IV“ als Beruf und Berufung sehen.

Die gut drei Monate, die ich zuhause war, waren auf der einen Seite natürlich auch schön. Ich konnte entspannt in den Tag hineinstarten, viel schreiben und mal alles, was so in letzter Zeit liegen geblieben ist, wegarbeiten. Auf der anderen Seite war aber auch immer der Gedanke da, dass ich Zeit verschwende. Ich bin ein Mensch, der gerne Ergebnisse sieht, deshalb ist planloses „Vor sich her leben“ nichts für mich.

 

Anfang August hatte ich dann zunächst mein letztes Vorstellungsgespräch und war froh, dass ich da einen Volltreffer landen konnte. Zwar hatte ich noch zwei offene Bewerbungen, aber ihr glaubt nicht, was für ein großer Stein mir vom Herzen gefallen ist, als endlich eine Zusage kam.

Zugegeben, direkt zugesagt habe ich dann zuerst nicht. Beim Anruf zur Zusage sagten sie mir, dass die Anstellung schon ab dem 01. September möglich und gewünscht ist. Was natürlich erfreulicher war, nur die Arbeitsstelle ist fast 120 Kilometer von meinem Elternhaus entfernt. Das hatte ich zwar schon zum Zeitpunkt der Bewerbung gewusst, nur die Stelle war ja erst zum 01. Oktober ausgeschrieben. Da hatte ich schon gedacht, dass ich den Monat noch Zeit haben werde, eine Wohnung vor Ort zu finden. Es war schon Mitte August, als dieser Anruf kam und in zwei Wochen findet man unmöglich eine passende Wohnung. Selbst in so einer ländlichen Gegend.

Dadurch hatte ich schon ein wenig Zweifel, denn es bedeutete jeden Tag eine Stunde hin und her zu fahren. Schlussendlich hab ich dann doch zugesagt, denn selbst wenn ich direkt eine Wohnung gefunden hätte, hätte ich die erste Zeit immer noch hin- und herfahren müssen, bis die Wohnung renoviert und eingerichtet gewesen wäre.

 

Ein Tag später hab ich dann gemerkt, dass ich mir eigentlich genau den richtigen, zukünftigen Arbeitgeber ausgesucht habe. Beim Vorstellungsgespräch hatte ich gesagt, dass ich in die Nähe ziehen würde, wenn ich die Stelle bekomme und daran hatten sich die Kollegen erinnert, als eine Wohnung, die der Gemeinde gehört, frei geworden ist und riefen mich an. Zwei Tage später bin ich dann die Wohnung besichtigen gegangen und trotz einiger „Nachteile“ ist sie eigentlich perfekt für die erste eigene Wohnung. Deshalb war ich froh, dass es am nächsten Tag hieß, dass ich sie haben kann 😊

Die Miete ist echt unschlagbar für die 43qm-Wohnung, von der nur 38qm für die Miete berechnet werden. Zwei schöne große Räume, ein kleiner Abstellraum und ein großzügiges Bad, in dem leider eine Badewanne fehlt 😉 Der Vormieter war leider nicht gerade ein Verfechter von Sauberkeit, wodurch es leider ziemlich lange gedauert hat, sie vom Dreck zu befreien…

 

Natürlich war ich total nervös vor meinem ersten Arbeitstag. Die Kollegen, mit denen ich bis dato geredet und denen ich begegnet bin, waren schon alle nett und freundlich. Aber wenn man mit den Menschen arbeitet… Nach vier Wochen kann ich jetzt aber sagen, dass der erste Eindruck sich gehalten hat. Die Kollegen sind echt der Wahnsinn und ich fühl mich auf der Arbeit so wohl wie lange nicht mehr – obwohl mich die fehlende Organisation, die ich in einigen Bereichen merke, manchmal wirklich nervt. Die Arbeit ist selbst eine Mischung aus Aufgaben, die ich bereits kenne und gemacht habe und Aufgaben, die vollkommen neu für mich sind. Perfekt für eine interessante Arbeitsstelle 😊

 

Neben der Vollzeitstelle bin ich in den letzten Wochen jeden Tag zwei Stunden hin- und hergefahren, was ganz schön geschlaucht hat. Daneben bin ich fast jeden Abend in die Wohnung gefahren und habe da noch gearbeitet. Es ist Wahnsinn, wie lange man doch dafür braucht, eine Wohnung zu streichen. Und Weiß auf Weiß zu streichen ist echt nicht spannend… So war ich jedenfalls jeden Tag fast 13 Stunden unterwegs, um dann am Wochenende nochmal zur Wohnung zu fahren und weiter zu arbeiten. Beim nächsten Mal werde ich definitiv in eine Wohnung ziehen, die vorher schon renoviert wurde!

Dann kam der Tag des großen Umzugs und im Nachhinein bin ich echt froh, dass alles endlich in der zweiten Etage ist, wo die Wohnung liegt. Zu viele Treppen, zu viele Sachen, die da hochgeschleppt werden mussten *Hände vor die Augen schlag*

 

Wenn man die größte Zeit seines Lebens mit seiner Familie zusammengelebt hat und eigentlich immer Menschen um sich herum hatte, ist es schon seltsam, alleine in einer Wohnung zu leben. Gut, ich hab meine beiden Katzen, die ich mitgenommen habe (auch wenn es mir zeitweise leid für sie tut, denn sie sind die meiste Zeit des Tages alleine in der Wohnung), aber das ist nicht dasselbe.

Dazu hab ich in den letzten Jahren praktisch am Ende einer Sackgasse gelebt. Da kommen selten Autos hin und nachts ist es wirklich ruhig, selbst, wenn man seine Fenster auflässt. Jetzt wohne ich in einer Straße, in der auch nachts/spätabends Autos durchfahren, was echt ungewohnt ist.

Die Miezen scheinen es aber besser wegzustecken, als ich, die toben wie eh und je durch die Wohnung oder suchen sich ein gemütliches Plätzchen in der Wohnung zum Schlafen.

 

Eine Woche ist inzwischen vergangen, langsam ist die Wohnung auch einigermaßen eingeräumt (naja, bis auf den Abstellraum, wo noch bestimmt ein halbes Dutzend Kartons stehen…) und wohnlich eingerichtet.

Langsam merkt mein Körper aber auch, dass wieder Ruhe einkehrt, sodass ich den Stress der letzten Wochen richtig spüre. Deshalb schlafe ich eigentlich nur noch im Moment 😊

 

Die Stille der Wohnung ist auf der anderen Seite auch inspirierend, sodass ich bei der einen oder anderen Idee gedanklich schon über die „Blockaden“ drüber bin, die mich in den letzten Wochen und Monaten aufgehalten haben. Ich freu mich schon total darauf, an ihnen weiter zu arbeiten.

Zuerst aber ist die finale Überarbeitung von „Kirsten“ dran. Die eine oder andere Szene muss ich, nach reiflicher Überlegung, aber dann doch nochmal überarbeiten. Ob ich „Kirsten“ danach veröffentliche (vor allen Dingen, weil ich überhaupt keinen Plan für einen Titel habe) steht dann aber noch in den Sternen.

Danach werde ich mich wohl an „Kaeldraic“ hängen. Aber Pläne will ich jetzt eigentlich nicht machen, die sind am Anfang des Jahres ja schon gescheitert 😊

Nachdem ich in den letzten vier Wochen mal wieder nicht viel geschrieben habe, ist es eigentlich nur wichtig, dass ich überhaupt mal wieder Zeit dazu habe, zu schreiben 😊

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s